+desk

Datenschutzerklärung

Stand: Mai 2026

Mit dieser Datenschutzerklärung informieren wir Sie über die Verarbeitung personenbezogener Daten bei der Nutzung der Plattform +desk (nachfolgend „Dienst"), bestehend aus der Webanwendung unter plus-desk.com sowie der zugehörigen iOS-App „+desk" (erhältlich im Apple App Store).

1. Verantwortlicher

Verantwortlicher im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und anderer nationaler Datenschutzgesetze sowie sonstiger datenschutzrechtlicher Bestimmungen ist:

SECjura GmbH
Kampstraße 42
44137 Dortmund
Deutschland

E-Mail: [email protected]
Geschäftsführer: Herr Johannes Langwieder

2. Datenschutzbeauftragter

Der Datenschutzbeauftragte des Verantwortlichen ist:

Herr Sascha Schmitt
SECjura GmbH
Kampstraße 42
44137 Dortmund
E-Mail: [email protected]

3. Übersicht der Verarbeitungstätigkeiten und datenschutzrechtliche Rollenverteilung

+desk ist ein mandantenfähiges Empfangs- und Sicherheitsmanagement-System für Sicherheits- und Empfangsdienste. Im Rahmen der Nutzung des Dienstes werden personenbezogene Daten in verschiedenen funktionalen Bereichen verarbeitet.

3.1 Datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit

Aufgrund der mandantenfähigen Architektur von +desk ist die datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit wie folgt aufgeteilt:

  • SECjura GmbH als Verantwortliche: Die SECjura GmbH ist Verantwortliche im Sinne der DSGVO für die Verarbeitung personenbezogener Daten, die den Betrieb der Plattform betreffen. Dazu gehören insbesondere die Kontoverwaltung (Abschnitt 4), die Authentifizierung, das Sicherheits-Monitoring (Abschnitt 10), die Bereitstellung der technischen Infrastruktur sowie der Betrieb der iOS-App (Abschnitt 6).
  • Mandant als Verantwortlicher: Für die inhaltlichen Daten, die im Rahmen der Nutzung der Funktionsmodule entstehen (z. B. Wachbuch-Einträge, Poststellen-Daten, Fundsachen, Personalstammdaten, Inventarvorgänge, Kalendereinträge, Kassenvorgänge, Aufgaben, Anwesenheitsdaten, Newsroom-Artikel, Mitteilungen), ist der jeweilige Mandant (die Organisation, die +desk nutzt) der datenschutzrechtlich Verantwortliche. Die SECjura GmbH verarbeitet diese Daten ausschließlich im Auftrag des Mandanten gemäß Art. 28 DSGVO.

Mit jedem Mandanten wird ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO geschlossen, der die Rechte und Pflichten beider Parteien hinsichtlich der Verarbeitung personenbezogener Daten regelt.

Die folgenden Abschnitte erläutern die jeweiligen Verarbeitungen im Detail.

4. Registrierung und Benutzerkonto

4.1 Kontodaten

Bei der Einrichtung eines Benutzerkontos werden folgende Daten verarbeitet:

  • E-Mail-Adresse (Pflichtfeld, dient als Login-Kennung)
  • Benutzername
  • Vor- und Nachname
  • Telefonnummer (optional)
  • Profilbild (optional)
  • Sprach- und Zeitzonenpräferenzen
  • Zugehörigkeit zu Mandant (Organisation) und Standort(en)
  • Zugewiesene Rolle(n) und Berechtigungen

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung). Die Verarbeitung ist zur Bereitstellung des Dienstes und zur Verwaltung Ihres Zugangs erforderlich.

4.2 Authentifizierung und Zugangsschutz

Zur Sicherung Ihres Kontos verarbeiten wir:

  • Passwort (nur als kryptographischer Hash gespeichert, niemals im Klartext)
  • JWT-Zugriffstoken (Access- und Refresh-Token) zur Authentifizierung von API-Anfragen
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (TOTP) – sofern von Ihnen aktiviert

In der iOS-App werden Authentifizierungstoken sicher in der Apple Keychain gespeichert und sind nur im entsperrten Gerätezustand zugänglich.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) sowie Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Sicherheit des Dienstes).

4.3 Passwort-Sicherheitsprüfung

Bei der Passwortvergabe sowie bei jeder Anmeldung erfolgt eine Prüfung gegen die Datenbank von HaveIBeenPwned, um kompromittierte Passwörter zu erkennen. Dabei wird nicht Ihr Passwort übertragen, sondern lediglich die ersten fünf Zeichen eines kryptographischen Hashes (SHA-1, k-Anonymity-Verfahren). Dieses Verfahren lässt keinen Rückschluss auf Ihr tatsächliches Passwort zu. Die Prüfung bei der Anmeldung erfolgt asynchron im Hintergrund und verzögert den Anmeldevorgang nicht.

Wird Ihr Passwort in einem bekannten Datenleck gefunden, werden Sie per E-Mail benachrichtigt und bei der nächsten Anmeldung zur Passwortänderung aufgefordert.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse am Schutz der Benutzerkonten vor der Verwendung kompromittierter Passwörter).

5. Funktionale Datenverarbeitung

Je nach Konfiguration durch Ihren Mandanten (Organisation) und Standort stehen verschiedene Funktionsmodule zur Verfügung. In jedem Modul werden die inhaltlichen Daten zur Erfüllung des jeweiligen Zwecks verarbeitet.

Hinweis: Für die in diesem Abschnitt beschriebenen inhaltlichen Daten ist der jeweilige Mandant datenschutzrechtlich Verantwortlicher. Die SECjura GmbH verarbeitet diese Daten als Auftragsverarbeiterin gemäß Art. 28 DSGVO (siehe Abschnitt 3.1). Die hier genannten Rechtsgrundlagen beziehen sich auf die Verarbeitung durch den Mandanten.

5.1 Wachbuch (Guardbook)

Verarbeitete Daten:

  • Freitext-Einträge (Titel, Beschreibung, Maßnahmen, Folgeaktionen)
  • Name des Autors bzw. der bearbeitenden Person
  • GPS-Standortkoordinaten (optional, nur bei Freigabe über das Betriebssystem)
  • Foto-Anhänge (z. B. zur Dokumentation von Vorfällen)
  • Zeitstempel und Bearbeitungsverlauf

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung). Für die optionale GPS-Erfassung: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung über die Standortfreigabe des Betriebssystems).

Aufbewahrungsfrist: Die Standardaufbewahrungsfrist beträgt 10 Jahre und orientiert sich an handels- und steuerrechtlichen Aufbewahrungspflichten (§ 257 HGB, § 147 AO). Je nach Dokumentationsart können auch kürzere gesetzliche Fristen gelten (z. B. 3 Jahre nach BewachV für bestimmte Einsatzdokumentationen). Nach Ablauf erfolgt eine automatische Anonymisierung.

5.2 Poststelle (Mailroom)

Verarbeitete Daten:

  • Absender- und Empfängernamen
  • Abteilungszuordnung
  • Tracking-Informationen
  • Namen der annehmenden und ausgebenden Person
  • Foto des Poststücks (optional)
  • Übergabeunterschrift (optional, biometrisches Datum nach Art. 9 DSGVO)
  • Zeitstempel der Annahme und Ausgabe

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung); für die optionale Übergabeunterschrift Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO (ausdrückliche Einwilligung des Empfängers).

Aufbewahrungsfrist: Übergabeunterschriften werden bereits 30 Tage nach Übergabe automatisch gelöscht (deutlich kürzere Frist als die allgemeine Mailroom-Retention, da der Nachweiszweck nach kurzer Zeit erfüllt ist). Empfänger-/Absenderdaten, Übergabepersonen und Fotos werden 365 Tage nach Abschluss der Sendung (Übergabe, Rücksendung oder Ablehnung) automatisch anonymisiert; statistische Felder (Status, Zeitstempel, Standort) bleiben für Auswertungen erhalten.

5.3 Fundbüro (Lost & Found)

Verarbeitete Daten:

  • Beschreibung und Fotos des Fundgegenstands
  • Name der findenden Person
  • Bei Abholung: Name des Abholenden, ggf. Ausweisnummer und Ausweisüberprüfungsstatus
  • Bei Verlustmeldung: Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer des Meldenden
  • Fundort, -datum und Statusverlauf

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung); bei öffentlichen Verlustmeldungen Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung).

Aufbewahrungsfrist: 6 Monate nach Abschluss des Vorgangs, anschließend Anonymisierung.

5.4 Newsroom

Verarbeitete Daten:

  • Artikelinhalte (Titel, Text, Vorschau)
  • Autorenname
  • Dateianhänge

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).

5.5 Aufgabenverwaltung (Tasks)

Verarbeitete Daten:

  • Aufgabenbeschreibungen und Kommentare
  • Namen von Erstellern, Zugewiesenen und Kommentierenden
  • Checklisten mit Erledigungsvermerken

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).

5.6 Anwesenheitsverwaltung

Verarbeitete Daten:

  • Ein- und Auscheck-Zeitstempel
  • Zuordnung zu Personen und Standorten

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).

Aufbewahrungsfrist: 3 Jahre, anschließend Archivierung/Anonymisierung.

5.7 Personalverwaltung

Verarbeitete Daten:

  • Vor- und Nachname, E-Mail-Adresse, Telefonnummer
  • Geburtsdatum (optional)
  • Foto (optional)
  • Firma und Position
  • Badge-Daten (Badge-Code, Badge-Typ, Ausgabezeitpunkt)
  • Terminal-PIN (ausschließlich als kryptographischer Hash gespeichert)
  • Verknüpfung zum Benutzerkonto (optional)
  • Personenkategorie (z. B. Besucher, Mitarbeiter, Extern)
  • Genehmigungsstatus bei Selbstregistrierung
  • Notizen (Freitext)

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).

Aufbewahrungsfrist: Besucher-Stammdaten 2 Jahre, Mitarbeiter-/Externen-Stammdaten 3 Jahre nach Deaktivierung. Anschließend automatische Anonymisierung, danach endgültige Löschung nach weiteren 90 Tagen.

5.8 Inventarverwaltung (Materialien & Schlüssel)

Verarbeitete Daten:

  • Zuordnung von Materialausleihen zu Personen
  • Name der ausgebenden und annehmenden Mitarbeiter
  • Unterschrift bei Materialübergabe (als Bilddatei)
  • Digitale Unterschriftsanfragen (Name des Empfängers, Signaturdaten als Bilddatei)
  • Notizen zur Ausleihe und Rückgabe (Freitext)

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).

Aufbewahrungsfrist: Materialausleihen 2 Jahre nach Rückgabe. Digitale Unterschriftsanfragen werden 1 Stunde nach Ablauf automatisch gelöscht.

5.9 Kalender

Verarbeitete Daten:

  • Termine (Titel, Beschreibung, Ort, Zeitraum)
  • Name des Erstellers
  • Erinnerungen (Push-Benachrichtigungen oder E-Mail)

Externe Kalender-Synchronisation (optional): Bei Aktivierung durch den Nutzer können Termine mit externen Kalenderdiensten synchronisiert werden. Dabei werden Termindaten (Titel, Beschreibung, Ort, Zeitraum) an den jeweiligen Anbieter übermittelt:

  • Google Calendar (Google LLC, USA) – OAuth-Authentifizierung
  • Microsoft Outlook (Microsoft Corporation, USA) – OAuth-Authentifizierung
  • ICS-URL – Import externer Kalender-Feeds über standardisierte URLs

Zur Synchronisation werden OAuth-Zugangsdaten auf dem Server gespeichert. Die Synchronisation ist freiwillig und kann jederzeit deaktiviert werden; dabei werden die gespeicherten Zugangsdaten gelöscht. Eine Datenübermittlung in Drittländer findet statt (siehe Abschnitt 13).

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung); bei externer Kalender-Synchronisation: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung durch Aktivierung).

5.10 Kassenverwaltung

Verarbeitete Daten:

  • Bargeldzyklen (Einzählung, Ausgabe, Rückgabe, Auszählung) mit Zuordnung zu Benutzerkonten
  • Zuordnung von Safebags an Personen (Empfänger)
  • Geldbeträge und Z-Belege
  • Notizen (Freitext)

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).

5.11 KI-Chat

Verarbeitete Daten:

  • Chat-Verläufe (Nutzer-Zuordnung, vollständige Nachrichteninhalte)
  • Vom Nutzer im Chat hochgeladene Anhänge (Fotos, PDF-Dateien) inkl. KI-generierter Bildbeschreibungen
  • Optional vom Nutzer geteilte GPS-Standortdaten
  • Vector-Embeddings aus Newsroom-Artikeln (für die semantische Suche im Chat-Kontext)
  • Vector-Embeddings aus den Textinhalten von Newsroom-Anhängen (PDF, Word, Excel, Bilder)

Damit der KI-Chat auch Fragen zu hochgeladenen Anhängen beantworten kann, wird deren Textinhalt extrahiert und in die semantische Suche aufgenommen. Text aus PDF-, Word- und Excel-Dateien wird dabei serverseitig ausgelesen (keine Übermittlung an Dritte). Bei Bild-Anhängen wird das Bild zur Texterkennung (OCR) an den konfigurierten KI-Dienstleister (in der Regel OpenAI) übermittelt; dies erfolgt nur, wenn der KI-Chat für den Standort aktiviert ist (siehe Abschnitt 9 zu den eingesetzten Anbietern und Datenschutzgarantien).

Die Chat-Inhalte werden zur Beantwortung an den konfigurierten KI-Dienstleister übermittelt (siehe Abschnitt 9 zu den eingesetzten Anbietern und Datenschutzgarantien). Nutzer sollten keine sensiblen personenbezogenen Daten Dritter in Chat-Nachrichten oder Anhängen eingeben.

Nutzer können dem KI-Assistenten Anhänge (Fotos über Kamera oder Fotobibliothek, PDF-Dateien) sowie optional ihren aktuellen GPS-Standort mitsenden. Bild-Anhänge werden zur Erstellung einer kurzen, sachlichen Bildbeschreibung an den konfigurierten KI-Dienstleister übermittelt (siehe Abschnitt 9); PDF-Dateien werden nicht automatisch analysiert. Im Chat hochgeladene Anhänge werden nach 180 Tagen automatisch gelöscht. Wird aus dem Chat heraus eine Aktion erstellt (z. B. ein Wachbucheintrag), werden Anhänge und Standortdaten in den erstellten Datensatz übernommen und unterliegen dann den Regelungen und Aufbewahrungsfristen des jeweiligen Funktionsmoduls (siehe Abschnitt 15).

Der KI-Assistent kann auf Wunsch zusätzlich Aktionen innerhalb der Anwendung vorbereiten (z. B. eine Aufgabe anlegen). Solche Aktionen werden ausschließlich im Rahmen Ihrer bestehenden Berechtigungen ausgeführt und Ihnen vor der Ausführung zur ausdrücklichen Bestätigung angezeigt. Dabei entstehen keine neuen Datenkategorien und es werden keine Daten an zusätzliche Empfänger übermittelt; die so erzeugten Datensätze unterliegen den Regelungen des jeweiligen Funktionsmoduls (z. B. Abschnitt 5 zu Aufgaben).

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung durch Aktivierung seitens des Mandanten) bzw. Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Effizienzsteigerung).

5.12 Ablaufpläne

Verarbeitete Daten:

  • Ablaufpläne und Ereignisse (Titel, Beschreibung, Ort, Zeitpunkt)
  • Name des Erstellers

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).

5.13 Mitteilungen

Administratoren können über das Mitteilungsmodul Nachrichten an einzelne Benutzer, Abteilungen, Standorte oder alle Benutzer eines Mandanten versenden.

Verarbeitete Daten:

  • Nachrichteninhalte (Titel, Untertitel, Nachrichtentext)
  • Name des Absenders
  • Empfängerliste (Zuordnung zu Benutzern)
  • Zustellungsstatus je Kanal (Push, E-Mail, Telegram): gesendet/fehlgeschlagen
  • Lesezeitpunkt pro Empfänger
  • Rückmeldungen auf interaktive Buttons (gewählte Option, Zeitpunkt, Kanal der Antwort)
  • HMAC-Token für E-Mail-Antwort-Links (temporär, bis zur Antwort)

Die Zustellung erfolgt je nach Konfiguration über Push-Benachrichtigungen (APNs, siehe Abschnitt 7), E-Mail (siehe Abschnitt 8.1) und/oder Telegram (siehe Abschnitt 8.2). Die jeweiligen Datenschutzhinweise dieser Kanäle gelten ergänzend.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) bzw. Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der internen Kommunikation).

5.14 E-Learning (optional, separat lizenziert)

Sofern Ihr Mandant das E-Learning-Modul gebucht hat, können Sie über die Anwendung Schulungen (z. B. Sicherheitsunterweisungen) absolvieren. Verarbeitete Daten:

  • Zuordnung zugewiesener Kurse je Standort und Rolle
  • Lernfortschritt pro Versuch (Status, Punktzahl, Bearbeitungsdauer, Start- und Abschlussdatum, Ablaufdatum bei wiederkehrenden Pflichtkursen)
  • xAPI-Statements: standardisierte Lernereignisse (gestartet, fortgeschritten, abgeschlossen, bestanden/nicht bestanden) inklusive Verb, Objekt-IRI und ggf. Punktzahl
  • Lernfortschrittsdaten zur Wiederaufnahme (xAPI Activity State – Position innerhalb des Kurses, Antworten zu bisher bearbeiteten Aufgaben)
  • Manuelle Eingriffe von Administratoren (z. B. Zurücksetzen, manuelles Bestehen) inklusive Begründung

Bei erfolgreichem Bestehen wird ein PDF-Zertifikat generiert und mit einer fortlaufenden Zertifikatsnummer und einem Verifikations-Token versehen. Das Zertifikat enthält Ihren Namen, den Kurstitel, das Ausstellungsdatum und ggf. die Punktzahl. Es kann in Ihrem Account heruntergeladen sowie über die öffentliche Verifikations-URL durch Dritte (z. B. Auftraggeber) auf Echtheit geprüft werden.

Die H5P-Kursinhalte selbst werden vom Mandanten in Form von .h5p-Paketen bereitgestellt und auf der Plattform-Storage (DigitalOcean Spaces, Frankfurt) abgelegt. Eine Übermittlung Ihrer Lerndaten an externe LRS-Anbieter findet nicht statt: Der Learning Record Store ist Bestandteil von +desk und wird in Frankfurt betrieben.

Eingebettete Drittinhalte (YouTube): Mandanten können in H5P-Kursen (insbesondere im Inhaltstyp Interactive Video) YouTube-Videos einbetten. Wird ein solcher Kurs aufgerufen und das Video abgespielt, werden vom Browser direkt Daten an die Google Ireland Limited (Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Irland) bzw. die Google LLC, USA, übermittelt – insbesondere Ihre IP-Adresse, der User-Agent sowie Informationen zur abgerufenen Video-URL. Soweit Sie bei Google angemeldet sind, kann Google diese Daten Ihrem Konto zuordnen. Die Plattform empfiehlt Mandanten ausdrücklich die Verwendung der datenschutzfreundlichen Variante youtube-nocookie.com; eingebettete YouTube-Videos sind somit eine Inhaltsentscheidung des jeweiligen Mandanten. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an interaktiven Lerninhalten). Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung von Google.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung); Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an Nachweisbarkeit absolvierter Pflichtschulungen, etwa Sicherheitsunterweisungen).

Aufbewahrungs- und Pseudonymisierungsfristen:

  • xAPI-Statements (Lernereignisse): 365 Tage nach Empfang. Anschließend werden die im Statement enthaltenen Akteur-Daten (Name, E-Mail-Adresse) automatisch durch einen pseudonymen, nicht auf Sie rückführbaren Identifikator ersetzt. Verb, Lernobjekt, Punktzahl und Zeitstempel bleiben für interne Auswertungen erhalten – jedoch ohne Personenbezug.
  • Lernversuche (Status, Punktzahl, Bearbeitungsdauer): Werden mit Ihrem Benutzerkonto verknüpft gespeichert; bei Löschung Ihres Kontos werden sie über die Konto-Aufbewahrungsfrist (siehe Abschnitt 4) anonymisiert oder gelöscht.
  • Wiederaufnahme-Daten (xAPI Activity State): Werden mit dem nächsten erfolgreichen Kursabschluss überschrieben und bei Konto-Löschung mitgelöscht.
  • Zertifikate über bestandene (Pflicht-)Schulungen: Bis zu 10 Jahre Aufbewahrung zu Nachweiszwecken (analog § 257 HGB), sofern Ihr Mandant keine kürzere Frist konfiguriert hat.

Bei Beendigung des Mandantenvertrags werden sämtliche Lernfortschritts- und Statement-Daten gelöscht oder pseudonymisiert. Die Pseudonymisierung erfolgt automatisiert über einen wöchentlichen Hintergrundprozess.

5.15 Patrol Log (Wächter-Kontrollsystem)

Sofern Ihr Mandant das Modul Patrol Log gebucht hat, können Kontrolltouren (Wächter-Rundgänge) definiert und durch Mitarbeiter über das Scannen von NFC-Tags an festgelegten Kontrollpunkten absolviert werden. Verarbeitete Daten:

  • Tour- und Kontrollpunkt-Definitionen (Bezeichnung, Aufgabe, Ort, NFC-Code als Hexwert)
  • Durchgeführte Kontrollrundgänge mit Start-, End- und Gesamtdauer
  • Name des Mitarbeiters, der den Rundgang begonnen bzw. die Kontrollpunkte gescannt hat
  • Zeitstempel jedes gescannten Kontrollpunkts
  • Bestätigung erledigter Aufgaben sowie erfasste Kommentare und Unregelmäßigkeiten (Freitext)
  • Optional zu einem Kontrollpunkt aufgenommene oder aus der Fotobibliothek ausgewählte Fotos zur Dokumentation von Ereignissen oder Unregelmäßigkeiten
  • Soll-Zeitfenster terminierter Touren sowie deren Status (ausstehend/abgeschlossen/verpasst)

Beginn und Ende eines Rundgangs sowie erfasste Ereignisse und Unregelmäßigkeiten werden zusätzlich als Wachbucheintrag dokumentiert (siehe Abschnitt 5.1, eigene Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren); dabei werden die zu einem Ereignis erfassten Fotos als Anhang des Wachbucheintrags gespeichert. Wird ein begonnener Rundgang nicht innerhalb von 120 Minuten fortgesetzt, bricht das System ihn automatisch ab und vermerkt dies im Wachbuch. Fällige oder verpasste Rundgänge können – je nach Benachrichtigungs­einstellung des Nutzers – per Push, E-Mail oder Telegram erinnert werden (siehe Abschnitte 7 und 8).

Automatischer PDF-Versand: Der Standort-Administrator kann einstellen, dass die abgeschlossenen Tour-Protokolle (jeweils einschließlich der zugehörigen Kontrollpunkte sowie der dokumentierten Ereignisse, Unregelmäßigkeiten und Fotos) zu einem festgelegten Zeitpunkt automatisch als PDF-Datei per E-Mail an die im Standort hinterlegten Empfänger-Adressen versendet werden. Welche Daten ein solches Protokoll enthält, ergibt sich aus der obigen Aufzählung. Der Versand erfolgt nur, wenn diese Funktion aktiviert und mindestens eine Empfänger-Adresse hinterlegt ist; der Betreiber der hinterlegten Empfänger-Postfächer ist datenschutzrechtlich verantwortlich für die dortige weitere Verarbeitung.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) bzw. Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Nachweisbarkeit durchgeführter Sicherungs- und Kontrollrundgänge).

Aufbewahrungsfrist: Abgeschlossene oder abgebrochene Kontrollrundgänge (inkl. Scan-Protokolle) werden 2 Jahre nach Abschluss automatisch gelöscht. Die zugehörigen Wachbucheinträge unterliegen der eigenen 10-Jahres-Frist.

6. Besondere Hinweise zur iOS-App

6.1 Geräteberechtigungen

Die iOS-App kann folgende Geräteberechtigungen anfordern, jeweils nur nach Ihrer ausdrücklichen Freigabe über das Betriebssystem:

  • Kamera – zur Aufnahme von Fotos für Wachbuch-, Poststellen-, Fundsachen- und Patrol-Log-Einträge
  • Fotobibliothek – zur Auswahl vorhandener Bilder als Anhang
  • Standort (bei Nutzung) – zur optionalen GPS-Erfassung im Wachbuch
  • Push-Benachrichtigungen – zum Empfang von Echtzeitbenachrichtigungen

Sie können diese Berechtigungen jederzeit in den iOS-Systemeinstellungen widerrufen. Die App funktioniert auch ohne diese Berechtigungen, wobei die zugehörigen Funktionen dann eingeschränkt sind.

6.2 Lokale Datenspeicherung

Authentifizierungstoken werden ausschließlich in der Apple Keychain gespeichert (Schutzstufe: nur bei entsperrtem Gerät, gerätebezogen, keine iCloud-Synchronisation). Es findet keine weitere lokale Datenspeicherung auf dem Gerät statt; alle inhaltlichen Daten werden über die verschlüsselte API-Verbindung vom Server abgerufen.

6.3 Netzwerkkommunikation

Die App kommuniziert ausschließlich mit dem Server unter plus-desk.com über verschlüsselte HTTPS-Verbindungen (TLS). Zusätzlich wird Certificate Pinning eingesetzt, um die Identität des Servers kryptographisch zu verifizieren und Man-in-the-Middle-Angriffe zu verhindern.

6.4 Keine Tracking- oder Analyse-SDKs

Die iOS-App enthält keine Tracking-, Analyse- oder Werbe-SDKs von Drittanbietern. Es werden keine Daten an Analyse-Dienste wie Google Analytics, Firebase, Mixpanel oder ähnliche übertragen. Es werden keine Werbe-Identifikatoren (IDFA) ausgelesen oder verwendet.

7. Push-Benachrichtigungen

Wenn Sie Push-Benachrichtigungen in der iOS-App aktivieren, werden folgende Daten verarbeitet:

  • Apple-Push-Notification-Service-Token (APNs Device Token)
  • Gerätename
  • App-Version und Plattform

Diese Daten werden an unseren Server übermittelt und dort gespeichert, um Ihnen Benachrichtigungen über den Apple Push Notification Service (APNs) zustellen zu können. Bei der Abmeldung oder Deregistrierung werden die gespeicherten Token gelöscht.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung) bzw. Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung, soweit die Benachrichtigungen zur Diensterbringung gehören).

8. Weitere Benachrichtigungskanäle

8.1 E-Mail-Benachrichtigungen

Bei aktivierten E-Mail-Benachrichtigungen werden Nachrichten über einen externen E-Mail-Dienstleister (SMTP-Provider) an Ihre hinterlegte E-Mail-Adresse versendet. Die Zustellung von E-Mails erfordert die Übermittlung Ihrer E-Mail-Adresse und des Nachrichteninhalts an den Dienstleister.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).

8.2 Telegram-Integration (optional)

Sofern Sie Ihren Telegram-Account mit +desk verknüpfen, werden folgende Daten verarbeitet:

  • Telegram-Chat-ID
  • Verknüpfungsstatus und -zeitpunkt
  • Versendete Benachrichtigungsinhalte

Die Datenübermittlung erfolgt über die Telegram Bot API. Telegram Messenger FZ-LLC hat seinen Sitz in Dubai (VAE). Eine Datenübermittlung in ein Drittland findet statt (siehe Abschnitt 13 „Datenübermittlung in Drittländer").

Die Verknüpfung ist freiwillig und kann jederzeit aufgehoben werden.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung).

9. KI-gestützte Textverarbeitung (optional)

+desk bietet optionale Funktionen zur KI-gestützten Textoptimierung und -analyse. Diese Funktionen werden nur aktiviert, wenn sie vom Mandanten (Organisation) und für den jeweiligen Standort explizit freigeschaltet sind.

Bei Aktivierung können folgende Verarbeitungen stattfinden:

  • Optimierung und Zusammenfassung von Wachbuch-Einträgen (Titel, Tags, Beschreibungstext)
  • Analyse von Fundsachen-Fotos zur Kategorisierung
  • Analyse von Postsendungs-Fotos zur Erkennung von Empfänger, Absender und Sendungstyp
  • Textbasierte Zuordnung bei Verlustmeldungen

Dabei werden die betreffenden Textinhalte an den jeweils konfigurierten KI-Dienstleister übermittelt. Folgende Anbieter können zum Einsatz kommen:

  • OpenAI, Inc. (San Francisco, USA) – GPT-Modelle
  • Anthropic, PBC (San Francisco, USA) – Claude-Modelle
  • Selbstgehostete Modelle (Ollama) – Verarbeitung auf eigenen Servern ohne Datenübermittlung an Dritte

Bei der Nutzung von OpenAI und Anthropic findet eine Datenübermittlung in die USA statt (siehe Abschnitt 13 „Datenübermittlung in Drittländer"). Mit beiden Anbietern bestehen Auftragsverarbeitungsverträge (Data Processing Agreements) auf Grundlage der EU-Standardvertragsklauseln. Es werden ausschließlich die API-Zugänge (nicht die Consumer-Produkte) genutzt. Die übermittelten Daten werden von den Anbietern vertraglich nicht zum Training ihrer KI-Modelle verwendet und nach Abschluss der Verarbeitung nicht dauerhaft gespeichert.

Originaltexte werden vor der KI-Verarbeitung gespeichert und können von berechtigten Nutzern eingesehen werden. Die KI-Verarbeitung dient ausschließlich der Unterstützung und trifft keine automatisierten Entscheidungen mit rechtlicher oder vergleichbar erheblicher Wirkung im Sinne des Art. 22 DSGVO.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung durch Aktivierung seitens des Mandanten) bzw. Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Effizienzsteigerung betrieblicher Abläufe).

10. Sicherheit und Monitoring

10.1 Login-Protokollierung

Zur Absicherung Ihres Kontos und Erkennung unbefugter Zugriffe protokollieren wir bei jedem Anmeldeversuch:

  • Verwendete Login-Kennung
  • IP-Adresse
  • User-Agent (Browser-/App-Kennung)
  • Zeitstempel
  • Ergebnis des Anmeldeversuchs (erfolgreich/fehlgeschlagen)

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Sicherheit des Dienstes und dem Schutz vor unbefugtem Zugriff).

Aufbewahrungsfrist: 180 Tage. Die gegenüber allgemeinen Webdiensten verlängerte Speicherdauer ist durch den erhöhten Schutzbedarf einer B2B-Sicherheitssoftware im Bewachungsgewerbe gerechtfertigt. Die Protokolle ermöglichen die Erkennung von Langzeit-Angriffsmustern (z. B. langsame Brute-Force-Angriffe, Account-Takeover-Versuche) sowie die forensische Analyse bei Sicherheitsvorfällen. Die Erforderlichkeit dieser Frist wird regelmäßig überprüft.

10.2 Geräte-Erkennung

Zum Schutz Ihres Kontos erfassen wir bei der Nutzung:

  • Geräte-Hash (anonymisierter Fingerprint)
  • Gerätename und User-Agent
  • IP-Adresse
  • Land (ermittelt auf Basis der IP-Adresse, ausschließlich auf Länderebene)

Die Länderzuordnung erfolgt über eine lokal gespeicherte GeoIP-Datenbank (MaxMind GeoLite2). Es findet hierbei keine Übermittlung Ihrer IP-Adresse an Dritte statt.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Erkennung ungewöhnlicher Zugriffsmuster und Schutz vor Account-Übernahme).

10.3 Sicherheitsüberwachung

Wir betreiben eine automatisierte Sicherheitsüberwachung zur Erkennung von Angriffen und Anomalien (z. B. Brute-Force-Versuche, geographische Anomalien, Rate-Limit-Verstöße). Dabei werden technische Zugriffsdaten (IP-Adressen, Anfragepfade, HTTP-Methoden) kurzfristig in einem Cache verarbeitet und bei Auffälligkeiten als Sicherheitsalarme gespeichert.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Gewährleistung der IT-Sicherheit).

Aufbewahrungsfristen: System-Logs 30 Tage; Sicherheitsalarme 90 Tage nach Abschluss (nicht abgeschlossene Vorfälle maximal 365 Tage); API-Zugriffsprotokolle 90 Tage.

10.4 Änderungsprotokoll (Audit-Log)

Wesentliche Datenänderungen werden in einem Änderungsprotokoll festgehalten, um die Nachvollziehbarkeit sicherzustellen. Personenbezogene Daten (wie Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern) werden im Protokoll maskiert und nicht im Klartext gespeichert.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Nachvollziehbarkeit von Datenänderungen und Missbrauchserkennung).

Aufbewahrungsfrist: 3 Jahre.

11. Warnmeldungen und externe Datenquellen

+desk kann standortbezogene Warn- und Sicherheitsinformationen aus öffentlichen Quellen abrufen und anzeigen:

  • NINA / DWD – Amtliche Warnmeldungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie des Deutschen Wetterdienstes
  • GDELT / ACLED – Öffentliche Datenbanken zu globalen Sicherheitsereignissen (optional, mandantenspezifisch aktivierbar)

Bei diesen Abfragen werden keine personenbezogenen Daten Ihrer Nutzer an die externen Dienste übermittelt. Es werden ausschließlich Standortparameter (Bundesland, Region) zur Filterung der Warnungen verwendet.

12. Cookies und Web-Technologien

Die Webanwendung verwendet ausschließlich technisch notwendige Cookies:

  • Session-Cookie – zur Aufrechterhaltung Ihrer Sitzung nach der Anmeldung
  • CSRF-Cookie – zum Schutz vor Cross-Site-Request-Forgery-Angriffen
  • Spracheinstellung – zur Speicherung Ihrer bevorzugten Sprache

Es werden keine Tracking-Cookies, Marketing-Cookies oder Cookies von Drittanbietern eingesetzt. Eine Einwilligung nach § 25 TDDDG ist daher nicht erforderlich.

Die iOS-App verwendet keine Cookies. Die Authentifizierung erfolgt über JWT-Token (siehe Abschnitt 4.2).

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der technisch fehlerfreien Bereitstellung des Dienstes); § 25 Abs. 2 Nr. 2 TDDDG (technisch notwendige Speicherung).

13. Datenübermittlung in Drittländer

Grundsätzlich werden Ihre Daten innerhalb der Europäischen Union (EU) verarbeitet. Das Hosting erfolgt auf Servern von DigitalOcean in Frankfurt am Main (Region fra1).

In bestimmten Fällen kann eine Datenübermittlung in Drittländer stattfinden, insbesondere bei Nutzung folgender optionaler Dienste:

Dienst Anbieter / Land Grundlage Zweck
Apple APNs Apple Inc., USA Angemessenheitsbeschluss (EU-US Data Privacy Framework) Push-Benachrichtigungen
OpenAI API OpenAI, Inc., USA Standardvertragsklauseln (Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO) KI-Textverarbeitung (optional)
Anthropic API Anthropic, PBC, USA Standardvertragsklauseln (Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO) KI-Textverarbeitung (optional)
Telegram Bot API Telegram FZ-LLC, VAE Einwilligung (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO) Benachrichtigungen (optional)
Google Calendar Google LLC, USA Angemessenheitsbeschluss (EU-US Data Privacy Framework) Kalender-Synchronisation (optional)
Microsoft Outlook Microsoft Corporation, USA Angemessenheitsbeschluss (EU-US Data Privacy Framework) Kalender-Synchronisation (optional)
YouTube (Google Ireland Ltd. / Google LLC) Irland (EU) / USA Angemessenheitsbeschluss (EU-US Data Privacy Framework) Eingebettete Videos in E-Learning-Kursen (Inhaltsentscheidung des Mandanten)

Die KI-Funktionen, die Telegram-Integration, die externe Kalender-Synchronisation sowie eingebettete YouTube-Videos in E-Learning-Kursen sind optional bzw. abhängig vom Inhalt einzelner Kurse und werden nur bei expliziter Aktivierung durch den Mandanten bzw. durch Sie selbst genutzt.

14. Auftragsverarbeiter und Dienstleister

Zur Erbringung des Dienstes setzen wir folgende Auftragsverarbeiter ein:

Dienstleister Zweck Standort
DigitalOcean, LLC Hosting (Server, Datenbank, Dateispeicher, Cache) Frankfurt am Main, Deutschland (EU)
E-Mail-Dienstleister (SMTP) Versand von System- und Benachrichtigungs-E-Mails EU / EWR
Apple Inc. Push-Benachrichtigungen (APNs) USA (DPF)
Google LLC (optional) Kalender-Synchronisation (bei Aktivierung) USA (DPF)
Microsoft Corporation (optional) Kalender-Synchronisation (bei Aktivierung) USA (DPF)

Mit allen Auftragsverarbeitern bestehen Verträge gemäß Art. 28 DSGVO. Die als „optional" gekennzeichneten Dienstleister werden nur bei expliziter Aktivierung der jeweiligen Funktion durch den Nutzer eingesetzt.

15. Aufbewahrungsfristen

Wir speichern personenbezogene Daten nur so lange, wie es für den jeweiligen Zweck erforderlich ist oder gesetzliche Aufbewahrungspflichten bestehen. Nach Ablauf der Frist werden die Daten automatisch anonymisiert oder gelöscht.

Datenkategorie Aufbewahrungsfrist
System-Logs 30 Tage
Benachrichtigungsprotokolle 90 Tage
Sicherheitsalarme 90 Tage nach Abschluss; nicht abgeschlossene Vorfälle max. 365 Tage
API-Zugriffsprotokolle 90 Tage
Login-Protokolle 180 Tage
Fundsachen 6 Monate
Personalstammdaten (Besucher) 2 Jahre nach Deaktivierung
Benutzerkonten (nach Deaktivierung) 2 Jahre
Material-Ausleihen 2 Jahre nach Rückgabe
Anwesenheitsdaten (Hauptmodell) 3 Jahre, anschließend Verschiebung in das Anwesenheits-Archiv
Anwesenheits-Archiv (denormalisierte Daten) 5 Jahre, anschließend automatische Anonymisierung der personenbezogenen Felder (Name, Firma); statistische Felder (Datum, Status, Standort) bleiben für Auswertungen erhalten
Postsendungen (Empfänger-/Absenderdaten, Übergabeprotokoll) 365 Tage nach Abschluss (Übergabe / Rücksendung), anschließend automatische Anonymisierung
Übergabeunterschriften (Postsendungen, biometrisches Datum nach Art. 9 DSGVO) 30 Tage nach Übergabe, anschließend automatische Löschung der Unterschrift
Aufgaben (Tasks, nach Erledigung) 365 Tage nach letzter Aktivität, anschließend vollständige Löschung inkl. Anhängen, Kommentaren und Checklisten
Mitteilungen (Empfänger- und Statusprotokolle) 365 Tage nach Versand, anschließend vollständige Löschung samt Empfänger- und Antwortdaten
Personalstammdaten (Mitarbeiter/Externe) 3 Jahre nach Deaktivierung
Änderungsprotokolle (Audit-Log) 3 Jahre
Wachbuch-Einträge 10 Jahre (Standard; bei bestimmten Dokumentationsarten ggf. kürzere gesetzliche Fristen)
Patrol Log (Kontrollrundgänge inkl. Scan-Protokolle) 2 Jahre nach Abschluss/Abbruch, anschließend vollständige Löschung (zugehörige Wachbucheinträge: 10 Jahre)
E-Learning-xAPI-Statements (Akteur-Daten) 365 Tage nach Empfang, danach automatische Pseudonymisierung des Akteur-Bezugs
E-Learning-Lernversuche (Status, Punktzahl, Dauer) Für die Dauer des Vertragsverhältnisses; bei Konto-Löschung gemäß Konto-Aufbewahrungsfrist (2 Jahre)
E-Learning-Wiederaufnahme-Daten (xAPI Activity State) Bis zum nächsten erfolgreichen Abschluss bzw. zur Konto-Löschung
E-Learning-Zertifikate Bis zu 10 Jahre (Nachweispflichten nach § 257 HGB)
KI-Chat-Anhänge (Fotos, PDF-Dateien) 180 Tage nach Upload, anschließend vollständige Löschung; in Wachbucheinträge übernommene Kopien unterliegen der Wachbuch-Frist (10 Jahre)

Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist werden personenbezogene Daten automatisch anonymisiert. Anonymisierte Daten (ohne Personenbezug) werden nach weiteren 90 Tagen endgültig gelöscht.

16. Technische und organisatorische Maßnahmen

Wir treffen angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz Ihrer personenbezogenen Daten, insbesondere:

  • Transportverschlüsselung: Sämtliche Datenübertragungen erfolgen über TLS-verschlüsselte Verbindungen (HTTPS).
  • Certificate Pinning: Die iOS-App verifiziert die Serveridentität zusätzlich über kryptographische Zertifikatsprüfung.
  • Passwort-Hashing: Passwörter werden ausschließlich als kryptographische Hashes gespeichert.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung: Optionale TOTP-basierte Zwei-Faktor-Authentifizierung für erhöhten Kontoschutz.
  • Keychain-Speicherung: Authentifizierungstoken in der iOS-App werden in der Apple Keychain gespeichert (gerätebezogen, kein iCloud-Sync).
  • Brute-Force-Schutz: Automatische Sperrung bei wiederholten fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen.
  • Rollenbasierte Zugriffskontrolle: Granulare Berechtigungen auf Mandanten- und Standortebene.
  • PII-Maskierung: Personenbezogene Daten werden in Audit-Logs maskiert.
  • Automatische Datenbereinigung: Regelmäßige automatisierte Löschung und Anonymisierung abgelaufener Daten.
  • EU-Hosting: Alle Server und Datenbanken befinden sich in Frankfurt am Main (DSGVO-konform).

17. Ihre Rechte als betroffene Person

Nach der DSGVO stehen Ihnen folgende Rechte zu:

  • Auskunftsrecht (Art. 15 DSGVO): Sie haben das Recht, Auskunft über Ihre bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten zu erhalten. Sie können den Datenexport jederzeit eigenständig über Ihren Account anstoßen (Endpunkt /api/v1/me/data-export/); innerhalb der Web-Oberfläche steht dem Mandanten-Administrator zusätzlich ein Export-Werkzeug pro Benutzer zur Verfügung.
  • Recht auf Berichtigung (Art. 16 DSGVO): Sie können die Berichtigung unrichtiger oder die Vervollständigung unvollständiger Daten verlangen.
  • Recht auf Löschung (Art. 17 DSGVO): Sie können die Löschung Ihrer personenbezogenen Daten verlangen, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Eine Selbstbedienungs-Löschung wird bewusst nicht angeboten, da gesetzliche Aufbewahrungspflichten (insb. nach HGB und AO) und vertragliche Nachweispflichten Vorrang haben; bitte wenden Sie sich an Ihren Mandanten-Administrator oder unseren Datenschutzbeauftragten.
  • Recht auf Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO): Sie können die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer Daten verlangen.
  • Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO): Sie haben das Recht, Ihre Daten in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten. Der unter Art. 15 genannte Datenexport liefert die Daten im JSON-Format.
  • Widerspruchsrecht (Art. 21 DSGVO): Sie können gegen die Verarbeitung Ihrer Daten auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO jederzeit Widerspruch einlegen.
  • Recht auf Widerruf der Einwilligung (Art. 7 Abs. 3 DSGVO): Sofern die Verarbeitung auf Ihrer Einwilligung beruht (z. B. optionale Newsletter, optionale Telegram-Benachrichtigungen, optionale KI-Verarbeitung jenseits des Vertragszwecks), können Sie diese jederzeit mit Wirkung für die Zukunft über den Endpunkt /api/v1/me/consents/ oder die Account-Einstellungen widerrufen. Erteilung und Widerruf werden revisionssicher protokolliert (Zeitstempel, IP-Adresse, Version der Datenschutzerklärung).

Zuständigkeit: Soweit Ihre Anfrage inhaltliche Daten betrifft, die im Rahmen der Funktionsmodule (Abschnitt 5) verarbeitet werden, ist Ihr Mandant (Ihre Organisation bzw. Ihr Arbeitgeber) als datenschutzrechtlich Verantwortlicher der primäre Ansprechpartner. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall zunächst an Ihren Mandanten.

Soweit Ihre Anfrage den Plattformbetrieb betrifft (z. B. Kontodaten, Authentifizierung, Sicherheitsprotokollierung), ist die SECjura GmbH Ihre Ansprechpartnerin: [email protected]

18. Beschwerderecht bei einer Aufsichtsbehörde

Unbeschadet eines anderweitigen verwaltungsrechtlichen oder gerichtlichen Rechtsbehelfs steht Ihnen das Recht auf Beschwerde bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde zu, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten gegen die DSGVO verstößt.

Die für uns zuständige Aufsichtsbehörde ist:

Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen
Postfach 20 04 44
40102 Düsseldorf
www.ldi.nrw.de

19. Automatisierte Entscheidungsfindung

Es findet keine automatisierte Entscheidungsfindung einschließlich Profiling im Sinne des Art. 22 DSGVO statt, die Ihnen gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder Sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt.

Die optionalen KI-Funktionen (Abschnitt 9) dienen ausschließlich der Unterstützung bei der Texterstellung und -optimierung. Alle KI-generierten Vorschläge können von berechtigten Nutzern eingesehen, geprüft und überschrieben werden.

20. Änderungen dieser Datenschutzerklärung

Wir behalten uns vor, diese Datenschutzerklärung bei Bedarf anzupassen, um sie an geänderte Rechtslage, Funktionserweiterungen oder technische Änderungen anzupassen. Die jeweils aktuelle Version ist stets unter plus-desk.com/privacy-policy/ abrufbar.

Bei wesentlichen Änderungen, die Ihre Rechte betreffen, werden wir Sie in geeigneter Weise informieren (z. B. per E-Mail oder Hinweis im Dienst).

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